Hilfe beim Fersensporn
Ein kleines Loch mit großer Wirkung, so beschreibt sich unsere Möglichkeit Ihnen bei Fersenschmerzen,
die durch einen entzündlichen Fersensporn entstehen zu helfen.
Wer einmal Fersenschmerzen hatte, weiß wie schrecklich diese sein können. Wenn es sich um jäh
einschießende, brennende Schmerzen handelt, die im Laufe des Tages zunehmen,
ist dies ein Indiz dafür, daß es sich um einen Fesensporn handeln kann.
Viele Menschen haben einen Fersensporn, jedoch nur bei wenigen Menschen bereitet dieser Schmerzen,
die sich bis zum Unerträglichen entwickeln können. In diesem Fall ist Hilfe angesagt,
zu der wir Orthopädie-Schuhmacher beitragen können.
Zunächst einmal soll hier erklärt werden, wie ein Fersensporn entstehen und nachgewiesen werden kann.
Unter der Fußsohle verläuft vom Mittelfuß zum Fersenbein die sogenannte Plantarfazie -eine breite,
flache Sehne-. Durch Belastung z.B. beim Sport oder längeren Wanderungen, durch Übergewicht,
aber auch durch ein unglückliches Auftreten kann es infolge von hoher Spannung zu winzigen Einrissen kommen.
Diese führen in der Folge zu lokalen Entzündungen und Gewebeveränderungen.
Der Körper reagiert darauf mit einem Reparaturversuch und lagert Kalk ab, der sich zum Fersensporn auswächst.
Die Schmerzen treten zunächst sporadisch auf. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist jede
Beanspruchung des Fußes mit Schmerzen verbunden und im akuten Stadium können die Beschwerden
so extrem sein, daß ein Gehen nahezu unmöglich wird.
Zur sicheren Diagnose ist es sinnvoll, eine Röntgenuntersuchung durchzuführen.
Die Röntgenuntersuchung ist auch deshalb anzuraten, weil nicht alle Schmerzen in der Ferse
von einem Fersensporn ausgehen, sondern auch andere Erkrankungen, wie bakterielle Entzündungen
des Knochens oder ein Ermüdungsbruch, ähnliche Schmerzen verursachen können.
Bei einer sicheren Diagnose durch den Facharzt für Orthopädie empfiehlt es sich,
den Fersensporn mit einer Einlage zu behandeln. Bei der Einlage wird im Bereich des Fersensporns
eine Aussparrung (Loch) vorgenommen und weichgepolstert. Dadurch wird die entzündete Stelle
entlastet und die Ferse kann sich erholen.
Dieses kleine Loch hat eine große Wirkung und reicht in den meisten Fällen aus,
den Fersensporn wirksam zu bekämpfen. In solchen Schuhen, in denen Einlagen keinen Platz finden,
kann die Vorkehrung für den Fersensporn auch fest eingearbeitet werden. Ähnlich, wie
bei einer losen Einlage, wird im Schuh eine Aussparrung vorgenommen und gepolstert.
In Fällen, in denen trotz Einlagen oder Vorkehrung für den Fersensporn keine Besserung
erzielt werden kann, sollten Sie erneut den Facharzt für Orthopädie aufsuchen.